Lettland kann bereits in diesem Juli den Staatsbankrott anmelden. Das sagte Miroslaw Mitrofanow vom Finanzausschuss des lettischen Parlaments am Dienstag in Riga.
„Das Geld in unserer Staatskasse reicht bis Juli. Wenn der IWF und die EU-Kommission bis dahin keine neue Finanzhilfe bereitstellen, geht unser Land bankrott“, sagte Mitrowanow. Wenn das passieren würde, könnte Lettland bereits im Herbst von Volksunruhen erschüttert werden. „Sobald die Menschen die ersten Rechnungen für die Heizungskosten bekommen, bricht ein Chaos aus.“
Genießt den Sommer. Im Herbst ist dann (Bürger-)Krieg angesagt.
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„Befürchten muß man von den USA das Schlimmste. Sie sind die destruktivste Macht der Welt, durch ihren Rohstoff- und Energieverbrauch für die Biosphäre tödlich, durch ihre militärische Stärke, bei Abwesenheit einer ernstzunehmenden politischen Arbeiterbewegung, zugleich eine ständige Gefahr für den Weltfrieden. Wahrscheinlich werden Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika gemeinsam, Schritt für Schritt, diesen Pestherd isolieren müssen.” --Wolfgang Harich
Das ist noch nicht raus. Lassen wir uns überraschen.
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„Befürchten muß man von den USA das Schlimmste. Sie sind die destruktivste Macht der Welt, durch ihren Rohstoff- und Energieverbrauch für die Biosphäre tödlich, durch ihre militärische Stärke, bei Abwesenheit einer ernstzunehmenden politischen Arbeiterbewegung, zugleich eine ständige Gefahr für den Weltfrieden. Wahrscheinlich werden Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika gemeinsam, Schritt für Schritt, diesen Pestherd isolieren müssen.” --Wolfgang Harich
Achso, Hauptsache Randale, wer gegen wen ist ja egal. Schön wäre nur, wenn dann ein Polizist im Chaos versehentlich den falschen trifft, da kann sich deine Clientel wieder in Form von Gigabytes an Texten dran laben von wegen Bullenschweinen und Polizeistaat.
Ich überlege gerade wer da genau kämpfen soll. Und vor allem wofür oder wogegen. Das weiss eigentlich keiner so genau. Wer seinen Spargroschen von der Kaupthing Bank zurückhaben möchte müsste vorzugsweise vor dem isländischen Konsulat protestieren. Wer gegen Arbeitsplatzabbau ist, z.B. bei Opel, müsste nach Detroit und vor der GM Zentrale demonstrieren. Wer ein möglichst schnelles Ende der Rezession fordert sollte entweder vor dem Wirtschaftsministerium für den schrankenlosen Handel in der Welt eine Kerze anzünden oder Peer Steinbrücks Herz für ein weiteres Konjunkturpaket erweichen. Ganz problematisch ist es für kampfeswütige liberale Immobilienbesitzer. Sie kämpfen gegen sich selbst, in dem sie sich mit einer Rute selbst kasteien, denn sie fordern den Staat auf, ihre Immobilien zu schützen, in dem er bei der Hypo Real Estate interveniert und gleichzeitig fordern sie vom Staat Abstinenz. Am Ende bleiben nur noch die Managerboni übrig. Das verstehen die Leute und da kann man sich so richtig echauffieren.
DP schrieb am 10.04.2009 00:08
Ich überlege gerade wer da genau kämpfen soll.
Vergiß nicht den Papst, DP. Der ist immer ein beliebtes Protestthema. Was immer er auch sagt und/oder tut, für einige ist das immer ein hinreichender Grund, dagegen zu kämpfen und Randale anzuzetteln.
immerhin sollte es dann wenigstens der Touristikbranche wieder deutlich besser gehen wenn sie die Protestfahrten organisieren, so nach dem Motto "1 Woche Detroit mit Vollpension, Plakate und Trillerpfeifen werden gestellt" oder "Großes Protest-Treffen in Berlin - bitte geben Sie rechtzeitig vor der Abreise bekannt, gegen wen/was protestiert werden soll (das warum ist unerheblich) damit wir Sie an der richtigen Ecke rauslassen".
Lexx schrieb am 11.04.2009 10:21
Hmmm, geht es hier um Bürgerkrieg in Deutschland?
Ich dachte Mirk redet von Italien. Da gibt es "Nord gegen Süd" ja sowieso irgendwie.
Wir sind alle EU-Bürger. Wenn es also zu Konflikten zwischen EU-Staaten kommt, kann man von einem Bürgerkrieg sprechen (siehe Amerik. Bürgerkrieg). Meiner Meinung nach könnten sich Konfliktlinien an Stellen auftun, an die wir heute noch nicht einmal im Traum dächten. Es wurde ja in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viel notdürftig zugekleistert, vor allem mit Geld. Und solange die wirtschaftliche Entwicklung halbwegs nach oben zeigte, ging das ja auch gut. Und wie Lexx ganz richtig anmerkt, gibt es in vielen Staaten Separationsbewegungen, so bspw. in Italien, wo sich die reichen Nordstaaten von den armen Südstaaten lösen wollen.
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„Befürchten muß man von den USA das Schlimmste. Sie sind die destruktivste Macht der Welt, durch ihren Rohstoff- und Energieverbrauch für die Biosphäre tödlich, durch ihre militärische Stärke, bei Abwesenheit einer ernstzunehmenden politischen Arbeiterbewegung, zugleich eine ständige Gefahr für den Weltfrieden. Wahrscheinlich werden Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika gemeinsam, Schritt für Schritt, diesen Pestherd isolieren müssen.” --Wolfgang Harich
Mirkalf schrieb am 11.04.2009 10:40
Meiner Meinung nach könnten sich Konfliktlinien an Stellen auftun, an die wir heute noch nicht einmal im Traum dächten.
Zitat des GdP-Vorsitzenden Konrad Freiberg zum Thema Wirtschaftskrise:
"es sieht ganz so aus, dass wir, die Arbeitnehmer/die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für die gewaltigen Folgekosten aufkommen müssen. Und die Leute, die die Krise verursacht haben, kommen mal wieder davon. Es geht um soziale Gerechtigkeit, es geht auch um Verteilungsgerechtigkeit. Daran sollten wir denken, wenn wir zur Wahl gehen."
Du hasts immer noch nicht kapiert Mirk, dass es sich schlecht diskutiert, wenn man sich (anonym) Zitate an den Kopf wirft?! Habe meinen Admin-Account nicht hier, sonst wäre das schon weg.
Wieso das denn. Jeder kennt doch die Beiträge von Mirk, also was solls. Und in diesem Falle - da ruft ein linker Gewerkschaftsfuzzi auf, linke Parteien zu wählen. Was für eine Brisanz