Lexx schrieb am 27.01.2008 14:21
So langsam kommt mir ne Idee, wo die veraltete CNN-Karte mit der DDR, die hier seinerzeit eingestellt wurde herkommen könnte.
Wenn ich mal die Hochrechnungen zusammenfassen kann...
- 18 Uhr rot-grün liegt knapp vor schwarz-gelb, Linke draussen, SPD klar stärkste Partei, Regierung SPD/Grüne, MP Ypsilanti
- 19 Uhr rot/grün liegt gleich auf mit schwarz/gelb, Linke draussen, SPD klar stärkste Partei, Regierung SPD/CDU, MP Ypsilanti
- 20 Uhr rot/grün liegt gleich auf mit schwarz/gelb, Linke drin, SPD klar stärkste Partei, Regierung SPD/CDU, MP Ypsilanti
- 21 Uhr rot/grün liegt hinter schwarz/gelb, Linke drin, SPD klar stärkste Partei, Regierung SPD/CDU, MP Ypsilanti
- 22 Uhr rot/grün liegt hinter schwarz/gelb, Linke drin, SPD knapp stärkste Partei, Regierung SPD/CDU, MP Ypsilanti
- 23 Uhr rot/grün liegt hinter schwarz/gelb, Linke drin, CDU stärkste Partei, Regierung SPD/CDU, MP Koch
Wirklich interessant. Bei 4,3 Millionen Wahlberechtigten und etwa 65% Wahlbeteiligung entsprechen die entscheidenden 0,1% der Linkspartei etwa 3000 Stimmen.
Wenn die SPD stärkste Partei geworden wäre, wäre die "Lösung" ja relativ naheliegend gewesen: große Koalition unter Ypsilanti, nachdem Koch geht. Immer vorausgesetzt, die SPD erinnert sich an die Aussagen vor der Wahl.
SteffenHuber schrieb am 27.01.2008 23:08
Wenn die SPD stärkste Partei geworden wäre, wäre die "Lösung" ja relativ naheliegend gewesen: große Koalition unter Ypsilanti, nachdem Koch geht. Immer vorausgesetzt, die SPD erinnert sich an die Aussagen vor der Wahl.
Aber jetzt...
Die ARD hat noch 36,7 für beide, bei ZDF führt die Union mit 0,1%. Nehmen wir die Tendenz, nach der die Union kontinuierlich mit der Auszählung zugewann und die SPD schrumpfte wird es wohl auf eine gK unter Koch hinauslaufen. Dann wäre der Abend für Frau Ypsilanti dann doch ziemlich bitter, nachdem sie in gefühlte 250 Mikrofone ihren Sieg verkündete. Ist das nicht Angie auch schon mal so gegangen?
Wie sieht's eigentlich rechtlich gesehen mit Neuwahlen aus, gibt's da eine Möglichkeit?
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„Befürchten muß man von den USA das Schlimmste. Sie sind die destruktivste Macht der Welt, durch ihren Rohstoff- und Energieverbrauch für die Biosphäre tödlich, durch ihre militärische Stärke, bei Abwesenheit einer ernstzunehmenden politischen Arbeiterbewegung, zugleich eine ständige Gefahr für den Weltfrieden. Wahrscheinlich werden Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika gemeinsam, Schritt für Schritt, diesen Pestherd isolieren müssen.” --Wolfgang Harich
SteffenHuber schrieb am 27.01.2008 23:08
Wenn die SPD stärkste Partei geworden wäre, wäre die "Lösung" ja relativ naheliegend gewesen: große Koalition unter Ypsilanti, nachdem Koch geht. Immer vorausgesetzt, die SPD erinnert sich an die Aussagen vor der Wahl.
Aber jetzt...
Die ARD hat noch 36,7 für beide, bei ZDF führt die Union mit 0,1%. Nehmen wir die Tendenz, nach der die Union kontinuierlich mit der Auszählung zugewann und die SPD schrumpfte wird es wohl auf eine gK unter Koch hinauslaufen. Dann wäre der Abend für Frau Ypsilanti dann doch ziemlich bitter, nachdem sie in gefühlte 250 Mikrofone ihren Sieg verkündete. Ist das nicht Angie auch schon mal so gegangen?
Das vorläufige amtliche Endergebnis Hessen ist jetzt jedenfalls da - CDU ist stärkste Partei, Die Linke ist drin.
Summa summarum ist jetzt eigentlich die SPD der klare Verlierer. In beiden Landtagen den Einzug der Linken nicht verhindert (insbesondere nicht mal in Hessen, trotz der ultralinken Positionen der SPD).
Einziger Sieger neben der Linken scheint die FDP zu sein, freilich (voraussichtlich!) ohne Regierungsbeteiligung in Hessen. Sie etabliert sich als dritte Kraft.
SteffenHuber schrieb am 27.01.2008 23:45
Summa summarum ist jetzt eigentlich die SPD der klare Verlierer.
Aber sonst geht's gut, oder?
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„Befürchten muß man von den USA das Schlimmste. Sie sind die destruktivste Macht der Welt, durch ihren Rohstoff- und Energieverbrauch für die Biosphäre tödlich, durch ihre militärische Stärke, bei Abwesenheit einer ernstzunehmenden politischen Arbeiterbewegung, zugleich eine ständige Gefahr für den Weltfrieden. Wahrscheinlich werden Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika gemeinsam, Schritt für Schritt, diesen Pestherd isolieren müssen.” --Wolfgang Harich
Mirkalf schrieb am 27.01.2008 23:44
Wie sieht's eigentlich rechtlich gesehen mit Neuwahlen aus, gibt's da eine Möglichkeit?
Die gibt es immer, wird aber sicher nicht genutzt. Es ist nun mal politischer Brauch, den Willen des Wählers umzusetzen.
Im Prinzip haben wir hier eine ähnliche Situation wie zur BTW 05; die Union verschenkt durch einen fragwürdigen Wahlkampf den Sieg für das bürgerliche Lager und durch den Einzug der Linken braucht es eine grosse Koalition, in der die grösste Partei den Regierungschef stellt. Das wird kurioserweise Koch sein, genau wie damals die angeschlagene Merkel. Das ergibt sich aus der politischen Arithmetik, wonach nach Wahlen das Frontschwein der Partei Stärke zeigen muss. Die Union hat auch gar keinen Plan B in Hessen, wie schon in Berlin. Die Knappheit des Resultates sicher kurioserweise Koch die Macht. Die SPD wird das zähneknirschend anerkennen müssen, wie sie das bei Schröder auch schon tat.