Falls du die DDR meinst, ist "zum Großteil" voellig falsch, da es sich da nur um eine winzige Minderheit gehandelt hat, die "durch Stacheldraht und Schlammlager in Botschaften gegangen" ist.
wh
3 Mio Flüchtlinge von zum Schluss ca. 17 Mio Einwohnern eine winzige Minderheit? Rechne dir das mal in % aus und frag dich ob das z.B. eine winzige Gehaltserhöhung wäre.
[QUOTE][b][i]Lexx schrieb am 09.05.2008 15:15[/b][/i]
FW:
Ganz einfach, ohne Subventionen wäre die EU-LW Jahrzehntelang nicht konkurrenzfähig gewesen und wäre entsprechend geschrumpft. Sicherlich nicht auf 0, aber soweit, dass der heimische Bedarf zu einem guten Teil aus Importen gedeckt werden muss.
[/QUOTE]Das ist ja fast O-Ton Bauernlobby, ansonsten aber pure Spekulation. Wenn es keine Subventionen gegeben hätte, wäre der Anreiz bzw. Druck zur Produktivitätssteigerung viel grösser gewesen. Produktionssteigerungen wären wahrscheinlicher als Produktionsrückgänge gewesen.
Lexx schrieb am 09.05.2008 15:15
FW:
Ganz einfach, ohne Subventionen wäre die EU-LW Jahrzehntelang nicht konkurrenzfähig gewesen und wäre entsprechend geschrumpft. Sicherlich nicht auf 0, aber soweit, dass der heimische Bedarf zu einem guten Teil aus Importen gedeckt werden muss.
EU-"Bauern" liefern auch nach Afrika und zerstören dort jede nationale Landwirtschaft.
Auch hier wieder Nestle an vorderster Front.
Das ist allgemein bekannt.
Wie kann man so ignorant sein???
FW: "Produktionssteigerungen wären wahrscheinlicher als Produktionsrückgänge gewesen."
Ja vielleicht... oder auch nicht, denn in vielen Bereichen gibt es keine Möglichkeit zur Produktionssteigerung und gerade bei uns mit vielen Kleinbauern wären eine Menge Höfe aufgegeben worden. Landwirtschaft bietet nunmal nicht unbegrenzt viel Ertrag pro Fläche.
Kodo: "EU-"Bauern" liefern auch nach Afrika und zerstören dort jede nationale Landwirtschaft. "[7i]
und das tun sie auch heute, und warum? Weils subventioniert wird!
Wer Nahrungsmittel aus der EU exportiert bekommt noch nen Obulus oben drauf. Damals wollte man damit die Milchseen und Getreideberge loswerden und das geht natürlich auf Kosten der afrikanischen Bauern, die nicht doppelt subventioniert werden.
Falls du die DDR meinst, ist "zum Großteil" voellig falsch, da es sich da nur um eine winzige Minderheit gehandelt hat, die "durch Stacheldraht und Schlammlager in Botschaften gegangen" ist.
3 Mio Flüchtlinge von zum Schluss ca. 17 Mio Einwohnern eine winzige Minderheit? Rechne dir das mal in % aus und frag dich ob das z.B. eine winzige Gehaltserhöhung wäre.
Da sollte man erstens schon mal auch alle Zonies zusammenzaehlen, die da je gelebt haben und nicht nur die aus dem letzten Jahr - aber das nur am Rande.
Und zweitens waeren selbst 3 von 17 Mio kein "Groszteil", sondern immer noch eine Minderheit - wenn auch nicht winzig
Und drittens sei zu bedenken, dass es um Fluechtlinge ging, die "durch Stacheldraht und Schlammlager in Botschaften gegangen" sind und nicht um normale Ausreisende bzw. Auswanderer bzw. normale Wanderbewegungen innden ersten Jahren.
Selbst, wenn man zu einigen Zehntausenden am Ende der DDR noch ein paar Hundert pro Jahr seit Mauerbau mitzaehlt, die durch Stacheldraht gegangen sind, kommt man sicher nicht mal auf eine Mio.
Kodo schrieb am 10.05.2008 16:19
@wh
Das ist doch Rechthaberei.
Etwas feststellen und mitteilen ist Rechthaberei?! Na, dann ist Diskutieren fuer dich wohl immer Rechthaberei.
Zitat:
Kennst Du den Spruch noch: Kommt die D-Mark, bleiben wir; kommt sie nicht, gehn wir zu ihr. ...
Und? Im Westen gabs - und gibts - doch auch Massen, die rumheulen und auswandern wollen, es dann aber doch nicht getan haben bzw. tun und sich mit den Gegebenheiten abfinden bzw. versuchen, das Beste draus zu machen.
F-W schrieb am 09.05.2008 17:42
Wenn es keine Subventionen gegeben hätte, wäre der Anreiz bzw. Druck zur Produktivitätssteigerung viel grösser gewesen. Produktionssteigerungen wären wahrscheinlicher als Produktionsrückgänge gewesen.
Produktionssteigerungen weiss ich nicht, aber effizientere Produktion mit Sicherheit.
Was anderes, werden die Subventionen jetzt eigentlich zurückgefahren, wo die Preise für landwirtschaftliche Produkte auf dem Weltmarkt so anziehen? In den 90ern wurden die Bauern und LPGs noch bezahlt für brachliegende Flächen, um die Überkapazitäten zu drosseln. Nun wird ja jeder Quadratmeter gebraucht.
Letzte Woche bin ich von Singen nach Braunschweig quer durch Deutschland gefahren und muss feststellen; Deutschland ist gelb. Ich vermute das liegt am Raps, dessen Öl zu Biosprit verarbeitet werden soll.
"Produktionssteigerungen weiss ich nicht, aber effizientere Produktion mit Sicherheit. "
Wo soll denn diese effizientere Produktion herkommen ?
Die Zustände in den optimierten Schweineställen spotten doch auch so schon jeder Beschreibung, wo man auf den Feldern noch optmieren soll ist ebenfalls eher fraglich, immerhin haben die Wasserwerke jetzt schon massiv mit den ganzen Düngemitteln, Pestiziden und was die Bauern da noch alles draufkippen, um die Produktivität zu steigern, zu tun.
Man mag jetzt noch darüber nachdenen, ob nicht grössere Höfe Raum für Effizienzsteigerungen bieten, aber ich denke in vielen Bereichen Deutschlands ist schlicht aufgrund der Gegebenheiten nicht viel mehr zu holen. Schliesslich gibt es nicht überall kilometerweites plattes Land, welches sich mit Industriemähdreschern kommerziell bearbeiten lassen.
Und beim Vieh ist die Effizienzverbesserung durch Vergrössern kaum noch möglich, die Zustände in den Hühnerfarmen in Ostfriesland sind auch so schon äusserst fragwürdig und eine weitere Rationalisierung kaum möglich.
Ich denke, die Bauern wären schlicht alle eingegangen.
Prinzipiell wäre das natürlich nicht so schlimm gewesen, wenn ich mir allerdings die ganzen protektionistischen Tendenzen, die sich jetzt beim Reis zeigen, so ansehe, ist es vielleicht doch gar nicht soo schlecht, die Nahrungsmittelproduktion am Leben zu halten.
kater_5 schrieb am 15.05.2008 22:39
"Produktionssteigerungen weiss ich nicht, aber effizientere Produktion mit Sicherheit. "
Wo soll denn diese effizientere Produktion herkommen ?
Ich habe keine Ahnung, inwieweit Du über die heutigen Produktionsmethoden der typischen Kleinbauern informiert bist - ich wohne jedenfalls auf dem Land, und einige in meiner Bekanntschaft sind Haupterwerbslandwirte.
Zunächst gibt es dort ein Skalenproblem. Die Felder sind für eine effiziente mechanisierte Bewirtschaftung viel zu klein, die Ställe ebenfalls. Man fürchtet Spezialisierung, unter anderem wegen Unklarheiten über den weiteren EU-Förderwahnsinn, und so köchelt vieles auf kleiner Flamme vor sich hin - total ineffizient.
Dazu kommt eine sehr traditionelle Wirtschaftsweise beim Anbau. Neben der angesprochenen geringen Mechanisierung liegt auch im Bereich Düngung und Pestizideinsatz vieles im Argen - meist aufgrund mangelnder Expertise, aber auch wieder mangels Masse. Dazu kommt dann das Gottvertrauen aufs Wetter - geziehlte Bewässerung ist die absolute Ausnahme, was zu starken Schwankungen im Ertrag und der Qualität führt.
Gut verdienen tun die Jungs allerdings trotzdem - hauptsächlich durch den Betrieb der typischen Hofläden, wo die geneigte Kundschaft "erzeugernah" zu horrenden Preisen einkauft. Was natürlich den Rationalisierungsdruck nicht eben erhöht. Ist ja auch kein Problem, wer eine lukrative Nische gefunden hat, darf sie gerne ausfüllen. Aber daraus zu schließen, es gäbe keine Effizienzreserven...
Die Landwirtschaft ist der einzige Bereich der Wirtschaft, wo dank Subventionen aller Art sowohl effiziente als auch ineffiziente Betriebe nebeneinander existieren, obwohl sie dasselbe Produkt herstellen.
Gut verdienen tun die Jungs allerdings trotzdem - hauptsächlich durch den Betrieb der typischen Hofläden, wo die geneigte Kundschaft "erzeugernah" zu horrenden Preisen einkauft.
Die Landwirtschaft ist der einzige Bereich der Wirtschaft, wo dank Subventionen aller Art sowohl effiziente als auch ineffiziente Betriebe nebeneinander existieren, obwohl sie dasselbe Produkt herstellen.
Steffen
Offenbar bedienen die Hofläden eine vorhandene Nachfrage.
Die Preise und Qualität sind natürlich höher als bei Aldi und Co.
Subventioniert werden in erster Linie landwirtschaftliche Konzerne und Großbetriebe.