In einer Rede hat der Dalai Lama gestern gesagt, der Terrorismus könne nicht gewaltlos bekämpft werden. Desweiteren bekannte der oberste spirituelle Führer der Tibeter, dass er George W. Bush liebt.
Und ich dachte immer, der Dalai Lama wäre Buddhist? Seine Ansichten sprechen jedoch dagegen.
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„Befürchten muß man von den USA das Schlimmste. Sie sind die destruktivste Macht der Welt, durch ihren Rohstoff- und Energieverbrauch für die Biosphäre tödlich, durch ihre militärische Stärke, bei Abwesenheit einer ernstzunehmenden politischen Arbeiterbewegung, zugleich eine ständige Gefahr für den Weltfrieden. Wahrscheinlich werden Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika gemeinsam, Schritt für Schritt, diesen Pestherd isolieren müssen.” --Wolfgang Harich
Mirkalf schrieb am 19.01.2009 09:16
In einer Rede hat der Dalai Lama gestern gesagt, der Terrorismus könne nicht gewaltlos bekämpft werden. Desweiteren bekannte der oberste spirituelle Führer der Tibeter, dass er George W. Bush liebt.
> In einer Rede hat der Dalai Lama gestern gesagt, der Terrorismus könne nicht gewaltlos bekämpft werden. Desweiteren bekannte der oberste spirituelle Führer der Tibeter, dass er George W. Bush liebt. Und ich dachte immer, der Dalai Lama wäre Buddhist? Seine Ansichten sprechen jedoch dagegen.
Darf man als Buddhist keine anderen Menschen lieben?
Darf man als Buddhist nicht zu der Erkenntnis kommen, dass man einen schon entstandenen Terroristen nicht ohne Gewalt aufhalten kann?
Anonymer User schrieb am 20.01.2009 16:13
Darf man als Buddhist nicht zu der Erkenntnis kommen, dass man einen schon entstandenen Terroristen nicht ohne Gewalt aufhalten kann?
wh
Der Ur-Buddhismus tritt meines Wissens für absolute Gewaltlosigkeit ein (ähnlich wie im Christentum: "Wenn man dich auf die linke Wange schlägt, dann halte auch die rechte hin.").
Daher kann ein wahrer Buddhist meiner Ansicht nach nicht fordern, mit Gewalt irgendetwas oder irgendjemanden zu bekämpfen. Nach außen ist ein Buddhist passiv, er ist nach innen gekehrt, darum bemüht, die eigenen Begierden zu zähmen. Aber Kodo weiß das sicher besser, möglicherweise irre ich mich ja auch.
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„Befürchten muß man von den USA das Schlimmste. Sie sind die destruktivste Macht der Welt, durch ihren Rohstoff- und Energieverbrauch für die Biosphäre tödlich, durch ihre militärische Stärke, bei Abwesenheit einer ernstzunehmenden politischen Arbeiterbewegung, zugleich eine ständige Gefahr für den Weltfrieden. Wahrscheinlich werden Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika gemeinsam, Schritt für Schritt, diesen Pestherd isolieren müssen.” --Wolfgang Harich
> Der Ur-Buddhismus tritt meines Wissens für absolute Gewaltlosigkeit ein (ähnlich wie im Christentum: "Wenn man dich auf die linke Wange schlägt, dann halte auch die rechte hin.").
Abgesehen davon, dass das Christentum auch das Gerechtigkeitsprinzip Auge-um-Auge kennt, ja, aber...:
> Daher kann ein wahrer Buddhist meiner Ansicht nach nicht fordern, mit Gewalt irgendetwas oder irgendjemanden zu bekämpfen. Nach außen ist ein Buddhist passiv, er ist nach innen gekehrt, darum bemüht, die eigenen Begierden zu zähmen.
...aber er hat m.E. ja nichts gefordert oder etwas getan oder erwaehnt, dass er etwas tun will, sondern nur festgestellt. Und auch als Gewalt ablehnender Mensch kann man ja feststellen, dass man manche Menschen von manchen Handlungen nicht ohne Gewalt abhalten kann.
wh
PS: Aber das mit dem lieben duerfen war schon ok!? ;-)
Anonymer User schrieb am 20.01.2009 16:13
Darf man als Buddhist nicht zu der Erkenntnis kommen, dass man einen schon entstandenen Terroristen nicht ohne Gewalt aufhalten kann?
wh
Der Ur-Buddhismus tritt meines Wissens für absolute Gewaltlosigkeit ein (ähnlich wie im Christentum: "Wenn man dich auf die linke Wange schlägt, dann halte auch die rechte hin.").
Daher kann ein wahrer Buddhist meiner Ansicht nach nicht fordern, mit Gewalt irgendetwas oder irgendjemanden zu bekämpfen. Nach außen ist ein Buddhist passiv, er ist nach innen gekehrt, darum bemüht, die eigenen Begierden zu zähmen. Aber Kodo weiß das sicher besser, möglicherweise irre ich mich ja auch.
Buddhismus ist Praxis; also kann man als Buddhist nicht passiv sein.
Das funktioniert nicht.
Begierden kann man nicht zähmen.
Warum sollte man das auch tun?
Man kann sie loslassen, wenn man das will und kann.
Gewalttäter, Terroristen usw. müssen bekämpft werden,weil sie Leiden verursachen.
Das ist doch klar.